Gegründet wurde sie 1919 in Berlin-Kreuzberg. Der Orthopädiemechaniker Otto Bock gehörte zu den Gründern der Orthopädischen Industrie GmbH, und der Anlass war bedrückend konkret: Zehntausende Männer kamen aus dem Krieg zurück und brauchten eine Prothese. Einzeln gefertigt, dauerte jede Monate. Noch im selben Jahr verlegte Bock den Betrieb wegen der Unruhen in Berlin in seine Heimatstadt Königsee. Dort wuchs er in gut drei Jahrzehnten auf über sechshundert Beschäftigte. Wir arbeiten mit dem Haus, weil sein Grundgedanke immer noch unsere Arbeitsteilung beschreibt.
Zusammenspiel von Passteilen und Schaft
Bocks Idee war die Serienfertigung einzelner Bauteile — Knie, Füße, Gelenke —, die der Techniker vor Ort zu einer individuellen Versorgung zusammensetzt.
Diese Teilung gilt bis heute, und sie beschreibt genau, was bei uns passiert und was nicht. Der Schaft entsteht am Menschen: abgeformt, modelliert, im Testschaft geprüft. Was daran hängt, kommt aus Duderstadt.
Die richtigen Passteile für eine individuelle Versorgung
Welche Passteile infrage kommen, ergibt sich aus Ihrer Mobilitätsklasse, Ihrem Körpergewicht, der Höhe der Amputation und dem, was Ihre Krankenkasse trägt. Wir wählen aus und begründen die Wahl — Ihnen gegenüber und gegenüber dem Kostenträger.
Was uns an dem Haus wichtig ist
Eine Prothese ist ein Gebrauchsgegenstand, der jeden Tag belastet wird und über Jahre betreut werden muss. Was an einem Hersteller zählt, sind Ersatzteile, Reparaturwege und ein technischer Service, den man erreicht. Das ist der unspektakulärste Grund, mit Ottobock zu arbeiten, und der belastbarste.
Was daraus bei uns entsteht
Eine vorhandene Verordnung können Sie vorab über Rezept einreichen schicken. Kostenvoranschlag und Schriftwechsel mit der Kasse übernehmen wir.