Zwei Männer mit Beinorthesen sitzen lachend auf einer Holzbank im Freien.

Luca, 25 Jahre, KFZ-Mechaniker, Amputation nach einer Knochenkrebs-Diagnose

Gera, Berliner Straße 136

Nach meiner Operation war vieles ungewiss. Ich hatte Angst, dass nichts mehr so sein würde wie vorher. Dass ich mich in der Welt nicht mehr selbstverständlich bewegen kann und ständig angestarrt werde.

Ich wollte zurück ins Leben. Nicht zurück in die Reha.Meine Beinprothese von Petters ist mehr als ein Hilfsmittel. Sie ist ein Teil von mir geworden. Sie gibt mir Beweglichkeit zurück und ein Stück Selbstverständlichkeit im Alltag. Ich kann wieder laufen, reisen, tanzen. Ich bewege mich, ohne mich zu erklären.

Petters hat mir nichts übergestülpt. Sie haben zugehört. Mich gefragt. Und dann etwas geschaffen, das passt. Technisch, optisch, emotional.

Dafür bin ich dankbar. Nicht, weil alles wieder gut ist. Sondern, weil vieles wieder möglich ist.

Wenn der erste Schritt wieder zählt

Was Luca oben beschreibt, beginnt für viele mit demselben Satz: die Angst, dass nichts mehr selbstverständlich ist. Eine Amputation nach Knochenkrebs verändert den Alltag von einem Tag auf den anderen. Treppen, die vorher nichts bedeutet haben, werden zur Rechnung. Der Weg zur Arbeit wird zur Strecke, die man plant, statt sie einfach zu gehen.

Eine Prothese verändert diese Rechnung. Sie ersetzt nicht nur ein fehlendes Bein — sie gibt dem Körper zurück, was er zum Stehen und Gehen braucht: erst Stand, dann Strecke. Am Anfang zählt jeder Meter. Später verschwindet das Zählen, weil Bewegung wieder selbstverständlich wird.

Das ist der eigentliche Anspruch einer guten Versorgung: dass Sie sich nicht mehr erklären müssen. Dass Sie laufen, ohne über das Laufen nachzudenken. Dass ein Bein, das aus Technik besteht, sich anfühlt wie ein Teil von Ihnen.

Wie eine Versorgung bei Petters entsteht

Petters beginnt nicht mit dem Schaft. Petters beginnt mit dem Gespräch. Bevor Maß genommen wird, steht die Frage, wie Ihr Alltag aussieht — ob Sie stehen, sitzen, gehen, welche Wege Sie zurücklegen, was Ihnen wichtig ist. Erst danach wird gefertigt.

Nach einer Amputation ist der Körper in Bewegung: Das Gewebe verändert sich, Schwellungen gehen zurück, die Form des Stumpfes wandelt sich in den ersten Monaten mehrfach. Deshalb beginnt die Versorgung häufig mit einem Interimschaft — einer ersten, anpassbaren Lösung, die mitwächst, während sich der Körper setzt. Erst wenn die Form stabil ist, entsteht der endgültige Schaft.

Dabei kommt es auf jedes Detail an: der Liner, der zwischen Haut und Schaft sitzt und Druckstellen verhindert. Das Kniegelenk, das Sicherheit beim Gehen und Flexibilität beim Sitzen verbindet. Die Fußpassteile, die auf Ihre Aktivität abgestimmt werden — ob Sie überwiegend gehen oder auch laufen, tanzen, reisen wollen. Jedes Bauteil hat einen Zweck, den Sie im Alltag spüren, nicht nur in der Werkstatt.

Worauf es im Alltag mit einer Prothese ankommt

Eine Prothese ist kein Zustand, den man einmal herstellt und dann sich selbst überlässt. Der Körper verändert sich weiter — durch Belastung, durch Jahreszeiten, durch das Leben selbst. Ein Schaft, der im ersten Monat passt, kann nach einem Jahr nachjustiert werden müssen. Deshalb gehört Nachsorge von Anfang an dazu: regelmäßige Kontrollen, kleine Anpassungen, ein offenes Ohr, wenn etwas drückt oder sich falsch anfühlt.

Wichtig ist auch, was Sie mit der Prothese vorhaben. Wer im Beruf viel steht, braucht andere Eigenschaften als jemand, der sportlich unterwegs ist. Diese Fragen werden nicht einmal gestellt, sondern immer wieder — weil sich Ihr Alltag verändert und die Versorgung mitgehen soll.

Am Ende geht es nicht um die Technik allein. Es geht darum, dass Sie sich morgens Schuhe binden, ohne nachzudenken. Dass Sie einen Bus erreichen, ohne zu rechnen. Dass Bewegung sich wieder vertraut anfühlt.

Petters in Gera

In der Filiale Berliner Straße in Gera wird orthopädietechnische Versorgung nach Amputationen begleitet — von der ersten Anamnese über die Anpassung bis zur langfristigen Nachsorge. Menschen aus Gera und der Region kommen hierher, ebenso wie Ratsuchende aus weiter entfernten Orten, für die eine spezialisierte Prothesenversorgung nach Knochenkrebs oder anderen Amputationsursachen gesucht wird.

Ein Gespräch am Anfang zeigt, welche Fragen für Ihre Situation wichtig sind.